Franz-Joseph Karl
von Habsburg kam am 18. August 1830 in Wien zur Welt. Seine Eltern
waren Erzherzog Franz Karl und Prinzessin Sophie von Bayern. Sein
Großvater Franz I. war, als Franz II., bis 1806 der letzte
Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation.
Nachdem es im März 1848 in Großen Teilen von
Deutschland und Österreich zu Revolutionsversuchen kam,
beschloss man der Habsburger Monarchie ein neues Gesicht zu verleihen.
So kam es, dass Franz-Josephs Onkel Ferdinand I. im Dezember 1848 dem
Thron entsagte und auch sein Vater Franz-Karl nach einer Vereinbarung
auf diesen verzichtete. Stattdessen wurde der damals erst 18 Jahre alte
Franz-Joseph, als Franz-Joseph I., zum neuen Kaiser von
Österreich gekrönt.
Franz-Joseph I., als Kaiser von
Österreich, in jungen Jahren (Dieses Bild
ist gemeinfrei und nicht urheberrechtlich geschützt)
Franz-Joseph sah Anfangs seine Hauptaufgabe darin, eine erneute
Revolution unmöglich zu machen. Sein erzkonservatives
Vorgehen,
mit Stützung auf das Militär und die katholische
Kirche,
machten ihn keineswegs sehr beliebt. 1853 versuchte ein
ungarischer Schneidergeselle ihn mit einem Dolchstich zu
ermorden.
Franz-Joseph erlitt durch das Attentat nur eine Wunde unterhalb des
Hinterkopfes.
Noch im gleichen Jahr lernte er in Ischl die damals erst
15-jährige Elisabeth, besser bekannt als Sissi, kennen. Obwohl
eigentlich vereinbart war, dass sich Elisabeths ältere
Schwester
Helena mit Franz-Joseph vermählen sollte, verliebte sich der
junge
Kaiser in Sissi, die er schließlich am 24. April 1854 in Wien
heiratete. Schon bald kamen die ersten Kinder, u.a. sein Sohn Kronprinz
Rudolf, zur Welt. Im Jahre 1867 half ihm seine Frau Elisabeth, vor
allem durch Beziehungen zu hohen Ungarischen Familien, Den
Österreichisch-Ungarischen Ausgleich herszustellen und den
Staat
Österreich-Ungarn aus der Taufe zu heben.
Die folgenden Jahre verliefen für den Kaiser wenig erfreulich:
Am
30. Januar 1889 beging sein einziger Sohn, Kronprinz Rudolf,
Selbstmord. Nur neun Jahre Später wurde seine Frau, Kaiserin
Elisabeth, in Genf von einem italienischen Attentäter
ermordet.
1914 erlag sein Neffe Franz-Ferdinand einem Attentat in Sarajewo,
welches Franz-Joseph als Anlass nahm, einen Krieg gegen Serbien zu
beginnen. Am 21. November 1916 starb schließlich auch
Franz-Joseph selbst. Seine Trauerfeier war der letzte große
Staatsakt der k.u.k. Monarchie, die nur zwei Jahre, später
nach der
Niederlage im ersten Weltkrieg, zusammenbrach.